Gebendenadeln

Als kleines Präsent für meine Freundin gab es einige Gebendenadeln. Es sollten U-Förmige Nadeln für Schläfenzöpfe, große Nadeln für die Befestigung von Ansteckärmeln und normale Nadeln für den Schleier werden. Für die U-Förmigen Nadeln und die Ansteckärmelnadeln habe ich 2mm Mesingdraht verwendet für die normalen Nadeln 0,8mm.

Für die normalen Nadeln wäre vermutlich 1mm besser gewesen und für die anderen hätten 1,5mm genügt, an der Herstellung ändert sich dadurch aber nichts.

Die U-Förmigen Nadeln kann man gut um einen Besenstiel oder ähnliches biegen, wobei der Besenstiel den ich verwendet habe zu dick war und die Nadeln nochmal nachgebogen werden müssen. Zwei wollte ich mit Perlen verzieren die mit einer Wicklung aus dünnerem Draht befestigt sind. Die Perlen sind aus Lapislazuli und Amethyst.

Bei der Wicklung ist wieder wie bei den Drahtknöpfen am 15. Jh. Wams darauf zu achten dass keine Drahtenden nach außen abstehen. Zuerst einen Anfang machen wie oben zu sehen. Damit später nichts absteht ist der Anfang des dünnen Drahts parallel zum dicken und wird mit eingewickelt.

Dann Perle auffädeln und weiter Wickeln.

Das Ende des Drahtes muss dann zu einem Haken gebogen werden und wird in die letzten Windungen geschoben.

Diese Große Nadel für Ansteckärmel ist ähnlich verziert hier ist das nur viel Fummeliger. Zuerst den Kringel um einen Nagel biegen. Das enstandene Rund kann je nach Geschmack noch zentriert werden indem man die Gerade einspannt und mit dem Hammer vorsichtig die Rundung so klopft, dass der Mittelpunkt auf der gedachten Verlängerung der Grade liegt. Dann die erste Hälfte wickeln, Perle auffädeln, zweite Hälfte wickeln. Die Enden wieder unter die Wicklungen schieben.

Die kleinen Nadeln sollen ebenfalls mit jeweils einer Perle verziert werden. Hier bietet sich aber an die Perle zu vernieten. Damit sie nicht nach unten rutschen kann habe ich zuerst eine Schlaufe gebogen. Dazu den Draht zwischen zwei Holzklötzen in den Schraubstock spannen. In das Holz könnt ihr dann einen Nagel einstechen, um um ihn herum eine kleine Biegung zu schaffen. Mit einem Hammer rundum zu klopfen nachdem ihr grob vorgebogen habt, schiebt die Schlaufe noch enger zusammen.

Das kurze Ende hinter der Schlaufe wird zum Niet dazu muss es aufgerichtet werden.

Jetzt kann probeweise die Perle aufgesteckt werden um zu ermitteln wie weit das Ende abgeschnitten werden muss.

Am besten lasst ihr nicht mehr übrig als auf dem Bild zu sehen, etwas weniger ist besser der Niet muss nicht besonders weit aufgepilzt werden. Vor dem Abschneiden solltet ihr aber die Perle runter nehmen, sonst zerbricht sie schnell ausversehen. Das abgeschnittene Drahtende eignet sich noch nicht zum vernieten es muss vorher mit einer Feile senkrecht zum Draht eingeebnet werden. Beim vernieten müsst ihr sehr vorsichtig sein damit der Draht die Perle nicht sprengt. Sollte das passieren müst ihr wahrscheinlich von vorne anfangen, da sich keine neue Perle mehr aufstecken lässt.

Um die Spitzen zu Feilen könnt ihr den Draht ähnlich wie bei der Schlaufe in den Schraubstock einspannen. Lasst nur zwischen 5 und 10mm aus dem Holz heraus stehen und arbeitet sehr vorsichitg mit einer feinen Feile.

Im Anschluss könnt ihr die Nadeln noch auf dem Schraubstock oder einer anderen ebenen Fläche mit leichten Hammerschlägen vorsichtig richten.

Die Spitzen sind so noch zu grob und müssen mit feinem Schleifpapier (400 Körnung aufwärts) nachgeschliffen werden damit sie keine Fäden aus dem Stoff reißen.

Fertig: